Dr. Jörg Jacobs
Dr. Gottfried Linn
Oberstleutnant Bernd Stichling
Was bedeutet eigentlich „Mobile Web“? Wer oder was ist Twitter, YouTube und Social Media? Was ist der Unterschied zwischen einem Blog und einem Forum? Diese und unzählige andere Fragen hoffen wir Ihnen mit Hilfe unseres Glossars zu beantworten.
Blog ist abgeleitet von Weblog, einer Wortkreuzung aus „World Wide Web“ und „Log“ für Logbuch. Meist handelt es sich dabei um ein öffentlich auf einer Website einsehbares Journal oder Tagebuch. Die Einträge sind vorwiegend aus der Ich-Perspektive geschrieben und chronologisch sortiert, wobei sich der aktuellste Eintrag immer an oberster Stelle der Website befindet. Fast immer können die einzelnen Weblog-Einträge von Lesern mit Kommentaren versehen werden, welche an den jeweiligen Eintrag angehangen werden.
Gehört zu den erfolgreichsten kostenlosen Social Networks weltweit. Entwickelt wurde die Plattform 2004 von Studenten der Harvard Universität. 2007 erweiterte Facebook seine Funktionalitäten und erlaubte die Integration von nicht firmeneigenen Applikationen in die Facebook-Features. Bei Facebook werden folglich nicht mehr nur die Inhalte von den Nutzern erstellt, sondern auch die Erweiterungen der Plattform. Anfang 2010 hatte die Website, nach eigenen Angaben, weltweit ca. 400 Millionen aktive User.
Bedeutet übersetzt „Einspeisung“ und kann im übertragenden Sinne als „Füttern“ des Internets mit Informationen verstanden werden. Ein Feed ist folglich ein elektronischer Nachrichtenticker.
Siehe auch RSS-Feed
Als Follower werden jene Nutzer bezeichnet, die Updates anderer partizipierender Twitter-Nutzer abonnieren, ihnen also "folgen".
Mit mehr als 80% aller weltweiten Suchanfragen ist Google der Marktführer unter den Internet-Suchmaschinen. Einer der größten Konkurrenten des Unternehmens ist Yahoo. Google ist seit 1998 online und gehört zum US-Unternehmen Google Inc. Unter Zuhilfenahme sogenannter Webcrawler folgt diese Suchmaschine den gefundenen Links und nimmt dadurch möglichst viele publizierte Seiten in den Suchindex auf. Je nach dem wie gut das Dokument verlinkt ist steigt der sogenannte Page-Rank-Wert, also der Rang auf dem die Website bei Google angezeigt wird. Über Google hat der Nutzer mittlerweile Zugriff auf weit mehr als 4 Milliarden Webseiten.
Ist eine Art Kurzform des Bloggens. Benutzer dieses Dienstes veröffentlichen oft weniger als 200 Zeichen kurze Nachrichten. Diese können über das Web, SMS, Instant Messaging oder auch E-Mail eingestellt und abonniert werden. Twitter ist die derzeit wohl bekannteste Mikroblogging-Plattform weltweit.
Das Wort Podcasting ist ein Konglomerat aus den Begriffen „iPod“ und „Broadcasting“ und bezeichnet das Produzieren und Anbieten von downloadbaren und über einen Feed abonnierbaren Audio- oder Videodateien über das Internet. Im Grunde handelt es sich um eine Serie von Radiosendungen, Fernsehbeiträgen oder Videos die, durch ihre Verbreitung über das Internet, Sendezeitunabhängig und meist kostenfrei konsumiert werden können. Der Nutzer hat die Möglichkeit, die auf seinen Rechner geladene Datei, direkt anzusehen bzw. anzuhören oder auf ein mobiles Endgerät zu überspielen. Bei Videomaterial spricht man auch von Vodcast(ing).
Dieser Begriff besteht aus den Worten „Really Simple Syndication“, was übersetzt soviel wie "sehr einfache Informationsübermittlung" bedeutet und „Feed“, übersetzt “füttern“. Damit ist ein direkter Nachrichtenticker gemeint welcher in andere Websites integriert werden kann. Abonniert ein Nutzer diesen Nachrichten-Service wird er automatisch über neue Einträge eines bestimmten Internetangebots oder neuste Nachrichten informiert.
Bezeichnet eine Gruppe von Internetanwendungen bei denen die Nutzer nicht nur Empfänger von Botschaften sind, sondern selbst Inhalte, beispielsweise in Form von Blogs, Social Networks, Online-Shops oder auf Nachrichtenportalen publizieren. Unter Einsatz vielfältiger Kommunikationsmittel – Text, Bild, Audio oder Video - werden sozial-mediale Dialoge geführt indem Inhalte gemeinsam erstellt, bearbeitet und verteilt werden können.
Sind über bestimmte Internetplattformen, wie Facebook oder MySpace, vernetzte Personen, welche über diese Plattformen Beziehungen zueinander herstellen oder vertiefen, Netzwerke knüpfen, persönliche Daten oder Meinungen austauschen, gleiche Interessen oder Hobbys haben und Ähnliches. Die unterschiedlichen Sites bieten meist ähnliche Funktionen. Über die Erstellung eines Profils integriert sich der Nutzer, unter Angabe von Name oder Spitzname, einiger persönlichen Daten, Hobbys, Interessen, evtl. Fotos etc. in das Netzwerk und kann dann über das Portal mit anderen Netzwerkern kommunizieren.
Ist Bestandteil des Web 2.0 und soll vor allem der Zusammenarbeit und Kommunikation von Menschen untereinander dienen. Damit ist unter anderem jene Software gemeint, die hinter Wikis, Blogs oder auch Social Networks steht. Erkenntnisse und Informationen können zusammen erarbeitet, ausgetauscht und dargestellt werden, wodurch Beziehungen zwischen den Personen gefördert und meist auch sichtbar gemacht werden sollen.
Bedeutet übersetzt „Gezwitscher“ und ist die derzeit erfolgreichste Mikroblogging Plattform. Angemeldete Benutzer können maximal 140 Zeichen umfassende Kurznachrichten, sogenannt „Tweets“ verfassen. Leser, welche die Beiträge des jeweiligen Autors abonniert haben, können in Echtzeit deren neuste Nachrichten über die Plattform oder ein mobiles Endgerät lesen. Damit dient das Medium dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen.
Darunter wird die Gebrauchstauglichkeit, Bedienfreundlichkeit bzw. Benutzerfreundlichkeit eines Produktes verstanden. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob Benutzer mit einem Produkt, wie beispielsweise einer Website, intuitiv und schnell Aufgaben erledigen und Ziele erreichen können? Die Usability beschreibt folglich den Eignungsgrad eines Produktes für eine definierte Zielgruppe, in einem definierten Nutzungskontext und zwar unter der Bedingung, dass diese Zielgruppe ihr Ziel effektiv, effizient und zufriedenstellend erreichen soll.
Im Deutschen „Nutzungserlebnis“ beschreibt alle Erfahrungen die ein Anwender während der Benutzung eines Produktes, einer Dienstleitung, einer Umgebung oder Einrichtung, erlebt. Dazu zählen sämtliche Interaktionsmöglichkeiten, unter anderem Software und IT-Systeme oder etwa die Gestaltung von Websites. Neben Gebrauchstauglichkeit (Usability) wird ein positives Nutzungserlebnis, beispielsweise einer Website, an Kriterien wie einem übersichtlichen Design, dem Innovationsgrad der Website, dem Grad an Spaß bei der Anwendung (Joy of Use) aber auch an der Vermittlung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen festgemacht.
Siehe auch User Experience-Test
Ist eine qualitative Methode zur Ermittlung der Gesamtheit der Erfahrungen eines Nutzers mit einer bestimmten Anwendung. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Gebrauchstauglichkeit (Usability) und gute Bedienbarkeit sondern auch Vertrauen, Spaß oder Frustration bei der Anwendung oder auch die Glaubwürdigkeit des Anbieters. Der Test soll akute Probleme in der Nutzung beispielsweise einer Website ermitteln.
Dieser von Tim O’ Reilly geprägte Begriff bezieht sich neben spezifischen Technologien oder Innovationen wesentlich auf eine veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets. Der Unterschied zum herkömmlichen Web besteht vor allem darin, dass jeder User sein Wissen, seine Ideen seine Inhalte in eine bestimmte Web-Anwendung einbringt und mit anderen Nutzern teilt. Inhalte werden folglich nicht allein von Medienunternehmen erstellt, sondern auch von den Nutzern, welche sich mit Hilfe sozialer Software vernetzen und so zunehmend zu Prosumern mutieren. Darüber hinaus ist das Web 2.0 dadurch gekennzeichnet, dass umfassende interaktive Nutzeroberflächen ohne weitere Installationen über den Browser laufen.
Der Begriff ist Hawaiianisch und bedeutet „schnell“. Die Benutzer einer Wiki-Website erstellen oder ändern selbstständig Inhalte, wobei über das direkte Eingreifen auf den Quellcode des bestehenden Wiki-Artikels, neue Inhalte in Echtzeit auf der Website bereitgestellt werden können. Angewendet wird diese Software beispielsweise bei Online-Enzyklopädien (z.B. Wikipedia), -Glossaren oder –Lexika.
Ist ein Videoportal auf dem die Benutzer kostenlos Video-Chlips ansehen und hochladen können. Gegründet wurde YouTube im Februar 2005 von drei ehemaligen PayPal-Mitarbeitern: Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim. Im Oktober 2006 erfolgte die Übernahme von YouTube durch Google. Neben YouTube gibt es andere, bei vielen Nutzern beliebte Videoportale, wie My Video.de, Chipfish oder Sevenload, die ähnliche Funktionalitäten wie YouTube anbieten.